Kleve (RP). Der Pro-dogbo-Container ist wohlbehalten am Ziel eingetroffen. Die von Firmen aus dem Kleverland gespendeten Maschinen und Geräte werden für die Kfz-Werkstatt, einen Internetraum und die Ausbildungsbäckerei genutzt.

Kleve/Dogbo (RP) Im April war der Container mit den Spenden aus dem Kreis Kleve auf die Seereise geschickt worden. Jetzt kamen die Werkzeuge und Maschinen für die Kfz-Werkstatt und Computer für den Internetraum zusammen mit einem von der Firma Elektro Hussmann gespendeten Lieferwagen im Projekt des Klever Vereins pro dogbo in Benin an.

Der Rotary Club Kleve-Moyland stellte alle Materialien für die Kfz-Werkstatt, vom Schraubenzieher bis hin zur Auswuchtmaschine, mit Unterstützung des Werkzeugfachhandel Van Beusekom und der M. van Eyckels Autoteile GmbH zusammen und lud sie in den Container im Emmericher Hafen. Das Gebäude, in dem die Kfz-Ausbildungswerkstatt eingerichtet wird, ist in Dogbo bereits fertiggestellt. Die Firma Macle aus Goch spendete 15 Rechner sowie das Zubehör für einen Internetraum in Dogbo. Die Firma Elektro Verfers übergab dem Verein Kabel- und Steckermaterialien. Anfang Juni soll der Internetraum seinen Betrieb aufnehmen. Die Firma Elektro Hussmann stellte einen Lieferwagen zur Verfügung, der bereits das frischgebackene Brot der Ausbildungsbäckerei an die Frauen ausliefert, die das Brot weiterverkaufen und mit dem Erlös ihre Familien ernähren.

Nach einigen tausend Kilometern auf den Straßen des Kreises Kleves fährt der blaue Hussmann-Wagen nun über die Sandpisten zu den Dörfern in der Kommune Dogbo. Büromöbel der Firma Swertz, die ebenfalls im Container waren, kommen im Projekt von pro dogbo zum Einsatz. Es dauerte zehn Tage, bis die Zollbehörden ihr „grünes Licht“ für den Weitertransport auf dem Landweg Richtung Dogbo gaben. Nach sechsstündiger Fahrt und 130 Kilometern im Schritttempo über die löchrigen Straßen Benins, kam der vollgepackte Lkw um Mitternacht am Projektort an. Dort wartete bereits ein Dutzend Helfer, um die Spenden aus dem Kreis Kleve abzuladen und in der Kfz-Werkstatt einzulagern.

Wenn ein Elternteil stirbt, müssen die Kinder oft die Schule abbrechen und mit Gelegenheitsjobs zu ihrem und dem Lebensunterhalt ihrer Geschwister beitragen. Dies führt in einen Kreislauf der Armut –“ es sei denn, sie erhalten eine gute Ausbildung, die es ihnen ermöglicht, ihren Lebensunterhalt selbstständig zu bestreiten. Pro dogbo durchbricht mit seiner Bildungsförderung diesen Teufelskreis. Die Kfz-Werkstatt, der Internetraum und die seit 2009 eröffnete Ausbildungsbäckerei sollen hierzu einen Beitrag leisten. Das Ziel, dass die Ausbildungs- und Betriebskosten durch die Einnahmen gedeckt werden, scheint nach den bisher gemachten positiven Erfahrungen erreichbar. Die nun eingetroffenen Sachspenden werden dabei helfen, die Qualität der Ausbildung der Jugendlichen zu verbessern.