Doppeltes Lob vom Herrn Staatssekretär:  Manfred Palmen besichtigte gestern das erfolgreiche Gocher Unternehmen macle – und Bürgermeister sagte er volle Unterstützung beim Kreis Klever Gewerbeflächenpool zu.

GOCH. Ohne Netz, ohne doppelten Boden und ohne Vorbehalt: „Mein Appell an alle – machen Sie mit“, sagte Manfred palmen gestern. Der Kreis Klever CDU-Landtagsabgeordnete und Staatssekretär im Düsseldorfer Innenministerium . „Alles“ – das sind in diesem Fall die Kreis Klever Bürgermeister. Sie sollen einsteigen in den virtuellen Gewerbeflächenpool, den der Gocher Bürgermeister Karl-Heinz Otto entwickelte: Nicht mehr jede Stadt und Gemeinde hält für sich Gewerbeflächen vor (die irgendwann verbraucht sind, oder sie passen nicht ohne weiteres zu dem, was sich eine ansiedlungswillige Firma konkret wünscht), sondern alle vorhandenen Gewerbeflächen kommen (gleichsam) in einen Topf, aus dem sich alle Kommunen dann im Bedarfsfall ganz schnell bedienen können.

Ohne vorher erst zeitraubend Planungsrecht schaffen, ohne im Ernstfall ein Unternehmen abweisen zu müssen. Palmen: „Wor müssen als Kreis-Familie zusammenhalten, jeder muss über den eigenen Kirchturm hinaus schauen.“ Die Nummer zwei wächst weiter Dass Goch das tut – daran ließ Palmen gestern keinen Zweifel. Es gebe im Lande Städte, „die bewegen was, und es gibt welche, die werden bewegt. Goch als zweitgrößte Stadt im Kreis, die weiter wächst, gehört ganz ohne Zweifel zu de ersteren“, so Palmen gestern.
Die von-Monschaw-Straße, an der Palmen (und die Gocher Stadtspitze) gestern die Firma macle besichtigten, liegt mitten im Gewerbegebiet, das es vor zehn Jahren noch gar nicht gab und das jetzt (auch) schon ganz schön voll ist. „Da sieht man, wie erfolgreich die Stadt ihre Ansiedlungspolitik betreibt.–˜Ich sehe das von der Kreisstadt Kleve aus mit großem Vergnügen“, so Palmen. „Futterneid“ beim Umzug einer Firma beispielsweise von Kleve weg und, ran an die Autobahn, ins Gocher Gewerbegebiet?

Palmen: „Es kommt auf etwas ganz anderes an: Wenn jemand von der einen Stadt wegzieht, weil er an die Autobahn ran will – dann kommt es darauf an, dass er beispielsweise nach Goch geht und nicht in einen anderen Kreis, in ein anderes Land.“

Auch damit „outete“ Palmen sich wieder als Fan des virtuellen Gewerbeflächenpools. Ein expandierendes Gewerbegebiet – eine expandierende Firma: Bürgermeister Karl-Heinz Otto betonte, nicht ohne Grund habe man fürs Treffen mit dem Staatssekretär die Firma macle ausgewählt. 1999 Start mit vier Mann – und vor allem mit einer guten Idee: Ersatzteile und Service für Computer, die nicht mehr letzter Stand der Technik sind: eine Idee, die Unternehmen, mit verzweigten Rechner- und Serversystemen über alle Maßen schätzen. Zwölf Millionen Euro Jahresumsatz weisen es aus. Konkurrenz gibt–™s nur im Ausland.

Palmens Fazit gestern: zweimal Erfolg made in Goch…