Gestern topaktuell, heute überholt, morgen nicht mehr erhältlich: In der IT-Branche vollziehen sich die Neuentwicklungen immer schneller. Ein Umstand, den sich die Firma macle aus Goch zunutze macht. Sie deinstalliert ausrangierte Hardware bei Großfirmen, säubert die Festplatten von allen Daten und bietet die Computer als gebrauchte Ware an; vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen eine attraktive Option. Zudem schlachten die Mitarbeiter alte Systeme aus und halten so ein einmaliges Ersatzteillager vor. Auf diese Weise hat sich macle zu Deutschlands führendem „End of Life“- Experten entwickelt –“ mit europaweitem Kundenstamm. „Ein perfektes Unternehmen“, befindet nicht nur der Jury-Vorsitzende Professor Dr. Leo Verhoef. Der Lohn: der Klever Unternehmerpreis für Geschäftsführer Andreas De Matteis.

„Die zentrale Geschäftsidee besteht darin, Dinge zu nutzen, die für den einen keinen Wert mehr haben, für den anderen aber umso wertvoller sein können“, erläutert Verhoef. Für Großkonzerne haben Server und Computer nach drei Jahren ausgedient, kleine Unternehmen können sie aber noch sehr gut gebrauchen. macle habe sich somit als „Antiquitätenhändler für Computer“ etabliert. Das Business Modell der „Operationel Excellence“ werde konsequent angewendet. Schlanke Prozesse und günstigste Einkaufspreise machen–˜s möglich. Kreuzung Was macht macle genau? In einer Selbsteinschätzung beschreibt Gründer und Geschäftsführer Andreas De Matteis: „Was erhält man, wenn man einen IBM-Distributor mit einem Broker kreuzt? Wenn es gelingt, wird ein macle draus!“ Was heißt das konkret? Ein Broker im EDV-Bereich verkauft Produkte unterschiedlicher Hersteller, während ein Distributor die Ware eines bestimmten Herstellers vertreibt und entsprechende Serviceleistungen an – bietet.

macle stellt eine Kreuzung dar: Das Unternehmen unterscheidet sich vom Broker dadurch, dass es auch Service für unterschiedliche Markenprodukte anbietet, ein umfangreiches Lager vorhält und Komponenten auf Wunsch assembliert. Vom Distributor unterscheidet sich macle durch die Un – abhängigkeit vom Hersteller; dadurch kann macle auch, neben brandaktuellen IBM und HP Systemen, Produkte liefern, die der Vertrieb des Herstellers bereits vom Markt genommen hat, sogenannte „End-of-Life-Produkte“. Mittlerweile bietet macle auch Zusatzprodukte wie Serverschränke und Switches, Kabelstecker und Konsolen an –“ unter der Eigenmarke GRAFENTHAL. „Auf den Mix aus attraktiven Konditionen für Neuprodukte, das umfangreiche End-of-Life Sortiment und die deutschlandweit größten Lagerbestände im IBM- und HP-Serverersatzteil- Umfeld, greifen Fachhändler gerne zurück.“ Fasst Andreas De Matteis zusammen. Mit diesem Modell hat sich macle zu einem europaweit führenden herstellerunabhängigen IT-Anbieter entwickelt. Gegründet wurde das Unternehmen 1999 von Andreas De Matteis und –“ dem kurz darauf verstorbenen –“ George Clevers. Der Name setzt sich aus dem ma von De Matteis und dem cle von Clevers zusammen. Aus dem Start-up mit vier Mitarbeitern hat sich ein mittelständisches Unternehmen mit einem 40-köpfigen Team entwickelt. Und diese Mitarbeiter bilden die Grundlage des Erfolgs. So verfügt jeder Angestellte über langjähriges Know-how im Business-to-Business- Geschäft. Dazu hat macle ein Netzwerk mit 1.500 Fachhändlern geknüpft, verstärkt durch unterschiedlichste Partnerschaften und Allianzen. „Dadurch kann macle auf jede Anfrage schnell und flexibel reagieren“, erklärt Jury- Mitglied Heinz Sack. Service Ein weiterer Erfolgsfaktor ist der Service. Auf Wunsch können die Kunden beispielsweise ein „Technik-Service- Paket“ hinzubuchen.

Das beinhaltet die professionelle Begleitung vom Einkauf über die Zusammenstellung bis zum Einsatz der Produkte. Zudem können die Kunden ihre wichtigsten Artikel bei macle einlagern lassen. Apropos Lager: Dank eines umfangreichen Vorrats kann das Unternehmen kurzfristig Ersatzteile liefern, unter anderen von Marken wie IBM, HP, Toshiba oder Dell. Hier werden auch zahlreiche Teile gelagert, die von den großen Herstellern offiziell vom Markt genommen wurden. In der Regel kann innerhalb von 24 Stunden geliefert werden. Es muss besonders schnell gehen? Natürlich, time is money! Deshalb regelt macle für seine Kunden auch individuelle Kurierfahrten. Nicht minder wichtig für den Erfolg ist die Qualität der Produkte.

So wird jedes Teil einer Wareneingangskontrolle unterzogen. Damit die Komponenten den Kunden auch in perfektem Zustand erreichen, werden für den Versand hochwertige und recyclingfähige Materialien verwendet. Bei allem Erfolg: Zufriedenheit ist des Unternehmers Sache nicht. So soll vor allem im Service-Bereich die sprichwörtliche „Messlatte künftig noch ein wenig höher gelegt werden“.

Beste Aussichten für die Kundschaft …